BMW ist im Motorradbereich heute weltbekannt für seine Boxermotoren. Doch in den Jahren nach der Währungsreform 1948 und der Gründung der Bundesrepublik tickten die Uhren noch anders: 1949 stellte BMW mit der R24 eine Weiterentwicklung der Vorkriegsmodelle vor. Der neue 247-cm³-Einzylindermotor verfügte über eine seitliche Nockenwelle und hängende Ventile – solide Technik, die auf Langlebigkeit und einfache Wartung ausgelegt war.
Schon bald folgte die R25, das verbesserte Nachfolgemodell mit Hinterradfederung. In den 1950er Jahren zählten die BMW-Einzylinder, darunter R25/2, R25/3, R26 und R27, zu den meistverkauften Maschinen ihrer Klasse. Der robuste Motortyp wurde nicht nur in Motorrädern, sondern auch in den 250er und 300er Isetta-Modellen sowie in Industriemotoren wie dem Typ 403 verwendet.
Diese Vielseitigkeit machte den BMW-Einzylinder in den 1960er Jahren besonders attraktiv für den preisgünstigen Rennsport – wie ein Bericht über Wolfgang Hoppe zeigt. Hoppe gelang es, aus vorhandenen Werkstattteilen eine kostengünstige, aber konkurrenzfähige Rennmaschine aufzubauen. Seine Eigenbau-Rennmaschine zeigte eindrucksvoll, was mit handwerklichem Geschick und guter Planung möglich war.
Inspiriert von dieser Geschichte entstand das Projekt: Auf Basis alter BMW-Einzylinderteile eine eigene Interpretation dieser legendären „Billig-Rennmaschine“ realisieren – als Hommage an eine Zeit, in der Motorsport noch von Leidenschaft und Einfallsreichtum geprägt war.