Das neue Kfz benötigt noch einen Namen und es sollte nicht lange dauern bis es sich diesen verdienen sollte. Der neue Namen lautet „Kackkarre“, angefangen hat alles mit einer beschlagenen Frontscheibe. Die Ursache wurde zunächst auf den verstopften Abflüssen an der Spritzwand zurückgeführt. Aber kurz darauf stellte sich heraus, dass die Rückbank durchnässt war. Also ging es mit einem Schlauch bewaffnet auf die nächste Ursachenforschung. Mit etwas Hilfe konnten wurden drei Wassereintritte identifiziert:
- Die Entlüftungsklappen im Kofferraum
- Die Dichtung der rechten Rückleuchte
- Die Nieten der Stoßstangenbefestigung
Die Illusion eines abgedichteten Autos hielt knapp zwei Wochen an, bis im Kofferraum erneut ein kleiner Pool entstanden war. Also wieder auf Ursachenforschung gehen mit Wasserschlauch, Papiertüchern und Endoskop. Diesmal kam das Wasser von oben herab die C-Säule gelaufen. Schuldig war dies mal der Bereich um die Dachrelingbefestigung. Zum einen war wieder eine Niete lose und zum anderen hatte Opel hier beim Karosseriekleber gespart, der Kleber hatte zwischen zwei Karosserieblechen gelöst.
Seither ist der Innenraum zum Glück wieder Dicht, aber die nächste Kinderkrankheit kündigte sich schnell an. Der Drehzahlmesser viel immer wieder nach ein paar Kilometern aus. Eine kurze Recherche hatte ergeben, dass es möglicherweise an einer defekten Lötstelle liegen könnte. Daher wurde der Tacho geöffnet und tatsächlich wurden hier defekte Lötstellen gefunden. Die Ursache liegt an den Angusspunkten der weißen Trägerplatte, nach ein paar 100.000 km und etwas Vibration haben die doch glatt die angrenzenden Lötstellen aufgerubbelt. Hätte Johnson-Controls bei der Fertigung gründlicher gearbeitet wäre dies zu vermeiden gewesen. Seitdem das überschüssige Plastik entfernt wurde und die Lötstellen repariert funktioniert der Tacho auch wieder einwandfrei.